Lästige Parasiten beim Baden in Freigewässern

© KUBE AdobeStock 461212816
Endlich Sommer, Sonne, Urlaub, Ferien … endlich sich unbeschwert ins erfrischende Nass stürzen. Doch gerade in einheimischen Gewässern trüben nicht selten Parasiten, die Zerkarien, die Freude am Badespaß.
Bei diesen Spiel- und Spaßverderbern handelt es sich um Saugwurm-Larven (Trematoden), die weniger als einen Millimeter groß und somit für das menschliche Auge unsichtbar sind. Sie schwimmen (ab einer Wassertemperatur von etwa 20 Grad) im Wasser umher, auf der Suche nach brauchbaren Wirten, nach Wasservögeln. Die Zerkarien beabsichtigen sich in die Haut von Enten, Gänsen oder ähnlichem Getier zu bohren, um sich in deren Körper weiterzuentwickeln und Eier zu produzieren. Diese werden dann mit dem Kot der armen Enten wieder ausgeschieden und die nächste Generation ist am Start.
Wir Menschen hätten im Grunde mit der ganzen Sache nichts zu tun, würden nicht immer wieder solche wendigen Würmer versehentlich (in Ermangelung einer Ente oder ähnlichem) in unsere Haut eindringen, was weder dem Wurm noch uns zum Vorteil gereicht. Der Wurm bezahlt seine Verirrung mit dem Tod, denn unser Immunsystem lässt nicht zu, dass er uns als Wirt für seine Nachkommen missbraucht. Wir kommen da deutlich besser mit einem rötlichen, juckenden Hautausschlag davon. Als "Badedermatitis" bezeichnet, ist der spätestens nach 20 Tagen wieder vollständig abgeheilt. Auf keinen Fall kratzen, sonst können Infektionen und Entzündungen entstehen, die eine ärztliche Behandlung erforderlich machen.
Wer den Zerkarien aus dem Weg gehen will, sollte Folgendes beachten:
  • An manchen Seen gibt es Hinweisschilder – diese sollten beachtet werden.
  • Da es sich bei den üblichen Wirten um Wasservögel handelt, liegt es nahe, dass dort, wo diese sich verstärkt aufhalten, auch die Zerkarien zu finden sind. Uferbereiche, die aussehen wie eine "Ententoilette", sollten also eher gemieden werden, zumal der Vogelkot jede Menge Keime und Parasitenlarven enthält.
  • Im lauen, flachen Uferbereich und an stark von Pflanzen bewachsenen Stellen lauern die Zerkarien bevorzugt auf (vermeintliche) Wirte.
  • Im tieferen, kühleren und auch bewegteren Wasser (leichte Strömung) dagegen sind die Saugwürmer weniger präsent.
  • Auch die nasse Badekleidung kann noch "kontaminiert" sein. Am besten gleich nach dem Plantschen gründlich abtrocknen und umziehen.

Empfehlungen

  1. 1
  2. 2

Weitere Artikel

  • Viel Trinken – aber was?

    Viel Trinken – aber was?

    Wasser ist Leben – es ist klar, dass ohne genügend Flüssigkeit unser Stoffwechsel nicht funktioniert, sich unser immer dickflüssiger werdendes Blut mithilfe erhöhten Drucks durch die unsere Blutgefäße quälen würde.

  • Erste Hilfe bei Akne

    Erste Hilfe bei Akne

    Um es gleich vorwegzunehmen: Akne loszuwerden, ist häufig keine Herausforderung, die sich in wenigen Tagen oder Wochen bewältigen lässt. Der Leidensdruck ist nicht zu unterschätzen.

  • Erste Hilfe bei Insektenstichen

    Erste Hilfe bei Insektenstichen

    Insektenstiche sind eine unangenehme Begleiterscheinung der warmen Jahreszeit. Je nachdem, mit welchen Insekten man es zu tun hat, ist das Risiko, gestochen zu werden, unterschiedlich groß.

  • Pilzinfektionen im Intimbereich

    Pilzinfektionen im Intimbereich

    Ob „Männlein“ oder „Weiblein“ – beide sind vor Pilzinfektionen im Genitalbereich nicht sicher. Allerdings haben die Damen der Schöpfung hier eindeutig „die Nase vorn“: Etwa zehnmal so häufig sind sie betroffen.

  • Fit im Alter – ohne Bewegung keine Chance

    Fit im Alter – ohne Bewegung keine Chance

    Mit zunehmendem Alter nimmt die körperliche, aber auch die geistige Leistungsfähigkeit ab. Schuld daran sind ganz natürliche Prozesse, die bereits lange vor dem Rentenalter einsetzen.

  • Anti-Pollution-Kosmetik

    Anti-Pollution-Kosmetik

    Eine gesunde Haut braucht Pflege, das ist allgemein bekannt. Die Anforderungen an diese Pflege richten sich nach dem Hauttyp und vor allem auch nach dem Alter.

  • Kinesio-Tapes: Linderung am laufenden Band

    Kinesio-Tapes: Linderung am laufenden Band

    Bei Muskelverspannungen, -zerrungen und -schmerzen dürfen wir es jetzt bunt treiben. Kinesio-Tapes gibt es in vielen Farben und finden immer häufiger Anwendung in der Physiotherapie und anderen Bereichen.

  • Musik hören, um Stress zu bewältigen

    Musik hören, um Stress zu bewältigen

    Musik ist seit langer Zeit quer durch Kulturen und gesellschaftliche Schichten ein wichtiger Bestandteil des Lebens und aus dem Alltag kaum wegzudenken. Dabei hat sie auch nachweislich positive Effekte.